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V-Label: Neue Produkte im Detailhandel und für die Gastronomie


In den vergangenen Monaten breitete sich das Europäische Vegetarismus-Label (V-Label) in der Schweiz weiter aus.
Neu hinzugekommen sind diverse Fertiggerichte für die Gastronomie, aber auch zwei neue Produkte für den Detailhandel kamen kürzlich in der Migros unter der Anna’s-Best-Linie neu auf den Markt. Der Hersteller Le Patron produzierte bereits drei Fertiggerichte mit dem V-Label für die Gastronomie und hat nun im Detailhandel zwei Gerichte positionieren können.
Abgesehen von diesen beiden neuen Produkten und der Cornatur-Linie tut sich der Schweizer Detailhandel noch schwer damit, seine Produkte von unabhängiger Seite kontrollieren zu lassen. Doch auch hier gilt: Der Kunde ist König.

Die Macht der Konsumenten

Wenn genügend Kunden nach echt vegetarischen Produkten verlangen und möchten, dass diese Produkte seriös von Fachleuten kontrolliert werden, dann könnte sich auch in diesem Bereich noch einiges ändern. Wichtig ist, dass man nicht einfach passiv abwartet, was der Detailhandel für Produkte offeriert, sondern sich auch selbst getraut, Forderungen zu stellen. Kundenwünsche (z. B. nach mehr kontrolliert vegetarischen Produkten) werden ernst genommen. Viele Konsumenten scheinen zu glauben, dass sie sich kritiklos mit den vorhandenen Produkten begnügen müssen, und sehen nicht, dass die Produkte für die Konsumenten hergestellt werden und deshalb jeder Produzent auch an deren Meinung interessiert ist.
Wagen Sie es deshalb, ob im Restaurant oder im Detailhandel, Ihre Wünsche zu äussern. Selbst Grosskonzerne erhalten meist kaum Rückmeldungen von Konsumenten, deshalb zählt jede einzelne Kundenreaktion sehr viel. Marketingstrategen wissen, wie träge die Masse der Menschen ist. Deshalb steht für sie jede einzelne Kundenreaktion stellvertretend für unzählige gleich denkende Kunden, welche sich jedoch nicht die Mühe gemacht haben, ihr Anliegen zu äussern.
Die meisten Restaurants und Nahrungsmittelproduzenten sind im ersten Augenblick nicht begeistert, wenn es um eine externe, unabhängige Kontrolle ihrer (vermutlich) vegetarischen Menüs bzw. Produkte geht. Wenn sie aber merken, dass dies einem echten Kundenbedürfnis entspricht, dann sind sie in der Regel bereit, dem nachzukommen.

Manche Firmen haben zwar bereits erkannt, dass der vegetarische Markt stetig grösser wird, und möchten deshalb davon profitieren, ohne sich aber wirklich engagieren zu müssen. Deshalb kommen auch immer wieder selbst kreierte, firmeneigene Pseudolabels auf den Markt (z. B. bei Coop und der Bäckerei Hiestand), welche keiner unabhängigen Kontrolle unterliegen. Auch hier würden Kundenreaktionen die Marketingabteilungen zum Überdenken ihrer Strategie anregen.
Eine vollständige Liste aller Firmen und Restaurants, welche schon heute auf das offizielle Europäische Vegetarismus-Label setzen, finden Sie immer aktuell auf der Internetseite des V-Labels unter:
www.v-label.info