Ein sinnliches Vegi-Buffet oder
Ein Party-Service ganz nach unserem Geschmack
Von Nicole Wernke
Ein gutes Fest steht und fällt mit dem Essen.
Mein Tipp für das perfekte vegetarische Buffet, welches absolut
jeden – ob Fleischesser oder
«Schnäderfrässiger» – überzeugen
wird: das «Tapas del Mundo»-Buffet vom
Party-Service des Bistros Wurlitzer in Küssnacht am Rigi.
An unserem Hochzeitsfest haben wir dieses Buffet bestaunen und
geniessen dürfen: Die Inszenierung war perfekt! Auf
Palmenblättern und farbenfrohen Ponchos wurden Schüsseln
und Platten angerichtet, die vor exotisch-appetitlichen Häppchen
(= Tapas) geradezu überquollen.
Häppchen aus aller Welt
Da gab es italienische Antipasti in Öl, indischen Hummus,
japanisches Vegi-Sushi, türkische Falafel, mexikanische
Guacamole, eine himmlische Tomaten- und Peperoni-Mousse, eingelegten
Knobli, einen traumhaft zarten Artischocken-Salat, Oliven und vieles
mehr.
Aus Schalen aus Palmblättern bedienten sich die Gäste von
den vielen, teils unbekannten Speisen und probierten von den
zahlreichen Dips und Saucen. Ich gebe zu, ich bin gar nicht dazu
gekommen, von allem zu kosten!
Und die Reaktionen waren überwältigend: Restlos alle
Gäste waren zufrieden und das Buffet war die Attraktion des
Festes. Dieses mit seinen Farben, Formen, Düften und exotischen
Geschmäcken sehr sinnliche Mahl begeisterte alle – vom
jüngsten bis zum ältesten Gast.
Wir waren sehr glücklich darüber, uns für den Party-Service des Wurlitzer (übrigens das einzige Restaurant des Kantons Schwyz mit einer 100% vegetarischen Karte) entschieden zu haben. Denn Markus Meister hat uns und unsere Gäste mit seinen kreativen und delikaten Kompositionen und seinem tollen Service restlos überzeugt.
Ich habe Markus gebeten, den Lesern des Vegi-Infos sein Bistro und seinen Vegi-Party-Service vorzustellen. Im Wurlitzer gibts nämlich neben feinem Essen (durchgehend bis 23.00 Uhr) auch tolle Dekos aus den 50er- und 60er-Jahren, Cocktails aller Art und guten Sound.
Lesen Sie hier, wie im Bistro Wurlitzer
Harley-Fans und Rock ’n’ Roll auf Vegi-Küche
treffen!
Interview mit Markus Meister, Inhaber des Bistros Wurlitzer
in Küssnacht am Rigi (SZ):
Frage: Woher nimmst du die Inspiration für die
Gerichte des «Tapas del Mundo»-Buffets?
M. Meister: Da ich mal Koch von Beruf war und in
verschiedenen Hotels, Restaurants und sogar fast acht Monate in
Marina del Rey (LA) kochen durfte, habe ich einige Kochstyles
verschiedener Länder kennen gelernt. Einige Rezepte sind selbst
komponiert, andere habe ich mir wieder in Erinnerung gerufen und ein
paar feine Gerichte habe ich sicher auch abgekupfert in den
Restaurants, wo wir hie und da hingehen. Übrigens: Die
«Tapas del Mundo» gibts auch bei uns im Bistro.
Frage: Bietest du das «Tapas del
Mundo»-Buffet auch in einer veganen Variante an?
M. Meister: Da gibt es einige Leckereien, die bereits vegan
sind, oder aber man kann die Rezeptur einfach abändern, sodass
sie vegan werden. Da sind z.B. die gebratenen und eingelegten
italienischen Antipasti: Zucchetti, Peperoni, Auberginen, Tomaten und
Artischocken. Aber auch Falafel mit Hummus, Peperoni-Mousse, indische
Kichererbsen, Guacamole mit Corn-Chips, Gemüse-Sushi mit
Wasabi-Tamari-Sauce, Peppadew, Kapernäpfel, diverse Oliven,
Tomaten-Tatar, gekochter Knoblauch, Kürbis süss-sauer,
Artischocken-Salat …
Frage: Gibt es noch andere Menüs, die du für
den Party-Service anbietest?
M. Meister: Es gibt noch einige Gerichte, die sich gut
eignen für den Party-Service. Da wären zum Beispiel unsere
Wraps, Älplermagrone, ein Spaghetti-Festival mit diversen Saucen
oder – ganz originell – ein im Wäschebottich auf dem
Holzfeuer gekochter Risotto. Es wird übrigens sowohl im
Restaurant wie auch im Party-Service streng darauf geachtet, dass bei
Saucen oder Bouillon wirklich nur Produkte verwendet werden, wo keine
tierischen Bestandteile verarbeitet wurden.
Frage: Wie kommt es, dass du dein Bistro vegetarisch
führst?
M. Meister: Meine Frau und ich konnten es auf einmal nicht
mehr ertragen, dass die Tierhaltung, nur des Geldes wegen, immer
schrecklichere Formen annahm. Sei es die Haltung, die Fütterung,
der Transport usw. … Da haben wir für uns persönlich
einen Strich unter das Thema Fleisch und Fisch gezogen und begonnen,
uns vegetarisch zu ernähren.
Wir waren der Überzeugung, dass wir die richtige Einstellung
hatten – doch damit war der Konflikt mit dem Restaurant
vorprogrammiert –, denn damals wurde noch Fleisch serviert. Und
so wurde ich mit den Monaten etwas «grumplig» und sogar
unzufrieden. Wieso, wusste ich selbst schon lange!
Also haben wir uns zusammengesetzt und in einer ersten Phase das
Thema Vegi-Restaurant durchleuchtet. Zusätzlich haben wir uns
mit Fachleuten der SVV getroffen, was uns noch mehr motivierte. Wir
schauen positiv in die Zukunft, nicht zuletzt weil wir einen immer
grösseren Zulauf haben, was unsere Idee positiv
bestätigt!
Frage: Wie erklärst du dem Harley-Fahrer mit Glatze
und Nietengilet, der bei dir ein Bier trinken und ein Steak essen
will, dass die Küche vegetarisch ist? Und was servierst du ihm?
M. Meister: Ob Harley-Rider oder Student, es hat viele
Gespräche gebraucht, um den Gästen die neue Karte zu
erklären. Da mussten wir vom Service wirklich einen
Aufklärungsjob der Superlative erbringen! Ich persönlich
empfehle jedem, zuerst einmal einen Wrap zu probieren – diese
sieht man sonst selten in Restaurants und die schmecken einfach
köstlich.
Nachtrag: Leider wurde das Restaurant Wurlitzer unterdessen an neue Besitzer übergeben. Es ist nun nicht mehr vegetarisch.
[Vegi-Info 2003/4 Inhaltsverzeichnis] [Restaurantliste]
Letzte Aktualisierung dieser angezeigten Seite: 9.12.2008
