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Zuchtlachse stark belastet mit Chemikalien

Zuchtlachse, die von den Amerikanern wegen ihrer angeblich gesundheitsfördernden Wirkung verschlungen werden, können in Wirklichkeit mit hohen Dosen der krebsverursachenden Chemikalie PCB belastet sein, sagte eine Umweltorganisation (Environmental Working Group/EWG). Die EWG kaufte und untersuchte Lachsfilets aus zehn Lebensmittelgeschäften in Washington, San Francisco und Portland, Oregon, und stellte fest, dass sieben Proben mit hohen Dosen von polychlorierten Biphenylen verunreinigt waren.
« Diese allerersten Untersuchungen von Zuchtlachsen aus amerikanischen Lebensmittelgeschäften zeigen, dass Zuchtlachse möglicherweise die am meisten mit PCB belastete Eiweissquelle im amerikanischen Lebensmittelmarkt sind», stellt die Umweltorganisation fest und kommentierte: «Eine von der EWG durchgeführte Analyse von Daten der Fischindustrie zeigt, dass ein Viertel aller erwachsenen Amerikaner (52 Millionen Menschen) Lachse öfter als einmal im Monat essen. Basierend auf diesen Daten schätzen wir, dass 800000 Personen durch den Verzehr von Zuchtlachsen einem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt werden.»
Die Organisation forderte die U.S. Food and Drug Administration (amerikanische Lebensmittelbehörde) auf, eigene Forschungen zu veranlassen und entsprechende Gesundheitswarnungen auszugeben. PCBs stammen von Hydraulikflüssigkeiten und Ölen, von elektrischen Kondensatoren und Transformatoren und sind Chemikalien, die wie Hormone agieren. Sie und mit ihnen in Verbindung stehende Chemikalien, die als Dioxine bekannt sind, können Krebs, Unfruchtbarkeit und möglicherweise andere sexuelle Veränderungen verursachen.
In den Vereinigten Staaten sind PCBs seit 1979 verboten, ausser für den Gebrauch in vollständig abgeschlossenen Bereichen.
Trotzdem gibt es sie weiterhin in der Umwelt und im Tierfett. Raubfische wie Lachse fressen andere Fische, die die Chemikalien in ihrem Fleisch gespeichert haben, und die Belastung konzentriert sich.
Die Organisation EWG berichtet vom Ergebnis ihrer begrenzten Studien, nach denen Zuchtlachse 16-mal mehr PCB enthielten als wildlebende Lachse, das Vierfache von Rindfleisch und 3- bis 4-mal die Werte anderer essbarer Meerestiere. Sie sagt, dass ihre Ergebnisse durch andere Studien bestätigt werden, die in Kanada, in Irland und in Grossbritannien erfolgt sind.
«Beim Züchten von Lachsen ergibt sich eine grosse Dichte bei der Fischhaltung vor der Küste von Britisch-Kolumbien, wo zwar die Umwelt noch verhältnismässig sauber ist, wo man aber die Tiere mit einem aus Meerestieren bestehenden Futter ernährt, das aus allen Ecken der Welt stammt», kommentierte Jane Houlihan, EWG-Vize-Präsidentin für Forschung, in einem Telefon-Interview und fügte hinzu, dass dieses Futter oft stark mit PCB belastet sei. «Ausserdem produziert die Fischindustrie Fische, die doppelt so fett sind wie wilder Lachs», sagte sie …
(Reuters – 30. Juli 2003)