Editorial zu Vegi-Info 1/2003
| Das Europäische V-Label setzt sich durch ... |
Liebe Leserin, lieber Leser
In diesem Heft können wir Ihnen das Resultat eines Projektes
präsentieren, bei dem die SVV seit
Juni 2002 mitwirken konnte: die Einführung eines kontrolliert
vegetarischen Angebotes in der grössten Schweizer
Restaurantkette.
Durch diese Zusammenarbeit wurde erreicht, dass die Migros ein
attraktives, von der SVV geprüftes, vegetarisches Angebot ihren
Gästen servieren kann. Durch die klare Deklaration mit dem
Europäischen
Vegetarismus-Label wurde ein Angebot geschaffen, das für
alle Seiten viele Vorteile bringt:
- Transparenz bezüglich tierischer Zutaten.
- Tierschützer, welche nicht nur auf Schlachtprodukte, sondern auch auf Eier und/oder Milchprodukte verzichten wollen, können dies nun ganz einfach tun, indem sie die vorbildliche Deklaration beachten.
- Personen mit Problemen bei der Milchverdauung sehen auch sofort, welche Gerichte für sie geeignet sind.
- Die Migros-Gastronomie hat damit eine Pionierleistung erbracht, welche sie aus der übrigen Schweizer Gastronomie hervorhebt. Was sicher nicht nur von den vegetarischen Gästen entsprechend honoriert wird.
- Personen, welche aus religiösen Gründen strikte auf bestimmte Schlachtprodukte verzichten (z.B. Schweinefleisch), erhalten endlich auch eine attraktive Menüauswahl.
- Durch die Verwendung des Europäischen Vegetarismus-Labels in der grössten Schweizer Restaurantkette wird dieses Label plötzlich auch ausserhalb der Vegetarierkreise viel bekannter.
Natürlich gab dieses Projekt auch grosse Mehrarbeit für
die SVV, vor allem in den letzten Monaten (auch Ihre Mithilfe ist
natürlich immer willkommen). Aber es hat sich sicher auch sehr
gelohnt.
Daneben vernachlässigten wir aber auch andere Aktivitäten
nicht, wie Sie diesem Heft entnehmen können.
In der aktuellen bewegten Zeit ist es immer gut zu sehen, was eine
einzelne Person erreichen kann, wenn sie hartnäckig ihren
Idealen treu bleibt und bis zum Erreichen des Zieles durchhält.
Deshalb stellen wir Ihnen in diesem Heft Julia
Butterfly Hill vor, welche zur Rettung eines uralten Baumes
über zwei Jahre auf demselben verbrachte, ohne je den Boden zu
betreten.
Auch wir werden an allen uns betreffenden Themen weiterhin
hartnäckig und ausdauernd dranbleiben, um nicht nur kurzfristige
Erfolge zu erzielen, sondern auch langfristig das Leben von Mensch
und Tier zu erleichtern.
Renato Pichler
Letzte Aktualisierung dieser angezeigten Seite: 9.12.2008
