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Editorial zu Vegi-Info 2002/4

Positive Zeichen sind überall erkennbar ...

Liebe Leserin, lieber Leser
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Am 8.8.1993 wurde die SVV gegründet. Für dieses 10. Jahr ihres Bestehens hat sich die SVV einiges vorgenommen. Sie werden in den kommenden Vegi-Infos Genaueres dazu erfahren.
Nebst dem Umzug ins wesentlich grössere Büro war in den letzten Monaten vor allem die Arbeit am Europäischen Label-Projekt (national und international) die Haupttätigkeit. Einige grössere Teilprojekte davon werden in den kommenden Monaten ihr Ziel erreichen und das Leben der Vegetarier in Zukunft, nicht nur in der Schweiz, wesentlich erleichtern. Es ist zwar noch ein langer Weg, bis sich das Label überall in Europa so stark durchgesetzt hat, dass es alle Europäer kennen, aber die ersten Schritte sind getan.

Wie Sie einem Artikel in diesem Vegi-Info entnehmen können, kann die SVV auch einen grossen Erfolg verzeichnen, was die öffentliche Anerkennung der vegetarischen Ernährung betrifft: Nachdem Mitte 2002 die neue Lebensmittelverordnung in Kraft trat, in der zum ersten Mal die Worte vegetarisch, vegan etc. definiert wurden, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nun eine Arbeitsgruppe zum Thema vegetarische Ernährung eingesetzt, in der auch die SVV einen beratenden Sitz einnimmt.

Das erste Kapitel dieses Heftes beschäftigt sich mit der Landwirtschaft ohne Düngemittel aus tierischen Exkrementen. Noch immer besteht sogar unter Fachleuten das Vorurteil, dass dies (wegen fehlendem Nährstoffkreislauf) nicht möglich sei. Im Dezember fanden an der Universität Wien die 2.Bio-veganen Landbautage statt, in welchen der theoretische Teil dieser tier- und landschaftsschonenden Wirtschaftsweise diskutiert wurde. Auch wenn schon manche Bauern seit Jahrzehnten ohne tierische Dünger (und ohne Kunstdünger) auskommen und beweisen, dass dies nicht nur möglich ist, sondern sogar Vorteile bringen kann, ist es doch ein Fortschritt, dass nun auch die so genannten Experten sich diesem Thema langsam annähern.

Sie sehen, es geht voran. Auf den verschiedensten Gebieten sind positive Tendenzen deutlich erkennbar. Auch wenn bis zum Erreichen der Ziele manche auf eine Geduldsprobe gestellt werden und die kleinen Schritte nicht so spektakulär sind, so sind gerade diese nachhaltigen Tendenzen für die Zukunft am wichtigsten.

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches 2003.

Renato Pichler