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Schlachtprodukte in Kunststoffen?

Kunststoffe werden nicht nur aus dem Hauptbestandteil Erdöl produziert, sondern auch mit Zusatzstoffen versehen. Dabei werden auch auf Tierkörpern basierende Zusätze verwendet.

Nebst dem ethischen Problem für Vegetarier sind aber auch viele andere Konsumenten betroffen, die Produkte aus Massentierhaltung ablehnen oder aus Angst vor BSE darauf verzichten möchten, denn diese tierischen Bestandteile verursachen bei Temperaturschwankungen innerhalb des Plastiks Probleme. Wenn zum Beispiel heisser Kaffee oder Tee in einen Plastikbecher gefüllt wird, können sich diese Zusatzstoffe aus dem Kunststoff herauslösen und mit dem Getränk oder Essen verbinden. Dies kann man z.B. an einem Ölfilm an der Oberfläche eines Kaffees aus einem Plastikbecher erkennen. Dasselbe kann auch passieren, wenn in Kunststoffgeschirr Lebensmittel tiefgekühlt werden. Aus den USA ist bekannt, dass die meisten der dort verwendeten tierischen Zusatzstoffe zudem von geschlachteten Tieren stammen, die nicht für den menschlichen Verzehr verwertet werden dürfen.
Welche Stoffe werden verwendet? Es handelt sich vor allem um Fettsäuren. Meist sind es Kalziumstearate, Zinkstearate und Glycerol-Monostearate, welche aus Fetten von Rindern, Schafen und manchmal auch von Schweinen hergestellt werden. Manche Hersteller verwenden bis zu 55% dieser Zusätze für ihr Endprodukt.
Die Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV) hat abgeklärt, wie verbreitet diese tierischen Stoffe in Produkten sind, welche man auch in der Schweiz erhält.

Spar, Frau Schönenberger: In allem Plastikgeschirr sind tierische Bestandteile enthalten. Laut Lieferant von Spar aber höchstens 10%. Da sie weder brauchbare Alternativen kennen noch bereit sind, «horrende» Preise dafür zu bezahlen, wird es auch in Zukunft dabei bleiben.

Migros, Leiter Qualitätsmanagement, René Erni: «Generell werden keine tierischen Stoffe in den Kunststoffartikeln verwendet.»

Migros, Leiterin Konsumentenforum M-Infoline, Susanne Kneubühler: «Die Abklärungen haben ergeben, dass keine tierischen Komponenten für die Produktion von unserem Kunststoff verwendet werden.» Dies gilt für den Bereich Aufbewahrungsboxen für den Kühlschrank und Aufbewahrung im Haushalt.
Für Plastikbecher und Plastikgabeln gilt jedoch:
«Polypropylen (Moplen): wird ganz klar ohne tierische Zusatzstoffe (tallow derivatives) hergestellt. Polystyrol: Es wird eine ganz geringe Menge von tierischen Zusatzstoffen (tallow derivatives) hinzugefügt, welche aber spezielle Hitzeverfahren durchlaufen, um allfällige BSE-Proteine zu deaktivieren. Unser Lieferant bestätigt uns im Weiteren, dass er diese Zusatzstoffe aber nur aus BSE-freien Ländern bezieht (also nicht aus England, Irland, Portugal und der Schweiz).»

Coop, Leiterin Konsumentendienst, Charlotte Bühler: Gemäss Antwort der nationalen Lieferanten: «Kunststoffgeschirr und Haushaltfolie sind laut deren Bestätigungen frei von tierischen Bestandteilen, sie werden ausschliesslich auf petrochemischer Basis hergestellt, die Basis ist Erdöl und die jeweiligen Zutaten (Farbstoffe usw. beim Kunststoffgeschirr) werden ausschliesslich synthetisch hergestellt.»

Tupperware Schweiz AG: «Nach Rücksprache mit unserer Fabrik können wir Ihnen bestätigen, dass für die Herstellung von Tupperware-Produkten keine auf Tieren basierenden Chemikalien und Fettsäuren verwendet werden.»

Globus-Gruppe, Pressestelle, Ernst Pfenninger: «Die zur Verpackung von Lebensmitteln verwendeten Kunststoffe – in den allermeisten Fällen Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol, Polyethylenterephthalat (PET) und Polyvinylchlorid (PVC) – enthalten keine tierischen Bestandteile. […] Bei speziellen Verpackungen mit speziellen Ausrüstungen oder Effekten kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Verpackungen auch geringe tierische Anteile – z.B. Knochenleim, Seide, Emulgatoren auf Basis tierischer Fette usw. – enthalten. Globus ist nicht in der Lage, auf die Zusammensetzung solcher speziellen Verpackungsmaterialien einen Einfluss auszuüben.»

Manor, Willy Affentranger: Leitete die Anfrage an ihren Hauptlieferanten EMSA Werke in Deutschland weiter. QM-Leiter der EMSA Werke, R. Mach: «Tierische Inhaltsstoffe liegen nicht vor.»

Denner, Leiter Qualitätssicherung, Urs Dreier: «Ich kann Ihnen hiermit bestätigen, dass zur Herstellung des im Denner-Sortiment geführten Einweggeschirrs (Teller, Trinkbecher und Besteck) sowie der Paclan-Frischhaltefolien keine auf Tieren basierenden Produkte verwendet werden.»

Jelmoli: Kein Produkt enthält tierische Zutaten.

Waro, Marketing, René Kuhn: «Gemäss Auskunft unserer Lieferanten, verwendet keiner tierische Fette oder andere Schlachtprodukte fur die Herstellung von Plastikgeschirren.»

Cofresco Frischhalteprodukte GmbH & Co. KG, Qualitätswesen, Klaus Heidenreich (Toppits Produkte): «Wir bestätigen Ihnen, dass zur Produktion unserer Toppits Produkte keine Bestandteile tierischen Ursprungs eingesetzt werden.
Gleichzeitig können wir Ihnen bestätigen, dass keinerlei Recyclingmaterial zur Produktion verwendet wird.»

Renato Pichler

Informationen zum Label, welches solche undeklarierten Schlachtprodukte nicht zu lässt: V-Label.

Letzte Aktualisierung dieser angezeigten Seite: 22.11.2016

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