Kopf SVV-Mitgliedschaft Breite einstellen

Die SVV heisst seit 2014: Swissveg

Unsere neue Homepage finden Sie hier: www.swissveg.ch


Seite veraltet!
Diese Seite wird nicht mehr aktualisiert! Unsere aktuellen Infos finden Sie auf unserer neuen Homepage: Swissveg.


Kurzinfos

Erwin Kessler zieht sich aus der aktiven Tierschutzarbeit zurück

Angesichts des verschwindend kleinen Beachtungsgrades der VgT-Nachrichten, welcher durch das Scheitern der Volksinitiative gegen das betäubungslose Schächten sichtbar geworden ist, zieht sich Erwin Kessler, Präsident und Gründer des Vereins gegen Tierfabriken (VgT), aus der aktiven Tierschutzarbeit zurück und wird nur noch die hängigen Gerichtsverfahren zu Ende führen.
Newsletter des VgT, 16.6.2002 – Nachtrag: Dies war einmal mehr eine falsche Rücktrittsmeldung. Erwin Kessler blieb trotz seiner Mitteilung weiterhin tätig.

Am meisten Unfälle in Schlachthöfen

Gemäss der Unfallstatistik der Suva verunfallt jährlich fast jeder zweite Schlachthofarbeiter: 1999 gab es 486 Arbeitsunfälle pro 1000 Schlachthofmitarbeiter. Damit ist die Arbeit im Schlachthof mit grossem Abstand die gefährlichste, die es gibt. Zum Vergleich: Auf dem Bau verunfallen bloss die Hälfte davon (246 pro 1000).
saldo, Nr. 7 vom 10. April 2002

Bund wirbt für seine Nitratprogramme

Nach wie vor gelangt zu viel Nitrat aus der Landwirtschaft ins Grundwasser. Obwohl der Bund seit 1999 Nitratprogramme zusammen mit den Kantonen so stark subventioniert, dass diese für die Bauern kostendeckend wären, wurde die angestrebte Fläche von 50000 Hektaren, um die Grundwasserqualität zu bewahren, bei weitem verfehlt. Nur gerade 1900 Hektaren konnten für die Programme gewonnen werden. Obwohl die Nitratbelastung der Böden hauptsächlich durch Überdüngung mit Mist und Gülle aus Tierfabriken verursacht wird (nebst unsachgemässem Einsatz anderer Dünger), wird diese Hauptursache vom Bund kaum direkt angegangen. Stattdessen wird versucht, das bereits auf die Flächen ausgebrachte Nitrat nicht ins Grundwasser kommen zu lassen. Kein Wunder also, dass auch weiterhin die stärkste Grundwasserbelastung im Mittelland bei den höchsten Tierdichten vorhanden ist.
Tages-Anzeiger, 28.5.2002
Pressemitteilung des BLW vom 27.5.2002

Paul McCartney: Vegetarische Hochzeit

Bei der Hochzeit von Paul McCartney und Heather Mills liess der Vegetarier und Ex-Beatles nicht nur allen Hochzeitsgästen, sondern auch allen Helfern ausschliesslich vegetarische Kost servieren.
Sunday Telegraph, 16.6.2002

Nitrofen-Skandal in Deutschland

Im Juni erschütterte ein neuer Nahrungsmittelskandal Deutschland. Diesmal wurde das Herbizid Nitrofen in biologischem Futtergetreide entdeckt. Was in den Medienmeldungen allerdings kaum beachtet wurde: Davon betroffen waren einmal mehr ausschliesslich tierische Produkte (Fleisch, Eier, Milchprodukte). Da alle Nutztiere auch etwas fressen müssen, ist die Gefahr einer Schadstoffbelastung mindestens doppelt so hoch wie beim direkten Konsum pflanzlicher Produkte. Ausserdem werden viele Giftstoffe im tierischen Körper noch konzentriert. Wie der Skandal zeigte, spielt es dabei keine Rolle, ob das Endprodukt biologisch oder konventionell erzeugt worden ist. Die Naturgesetze gelten überall (allerdings werden Bioprodukte viel strenger kontrolliert).

McDonald’s zahlt 12,4 Millionen Dollar an Vegetarier

In den USA wurde McDonald’s verklagt, weil sie immer behauptet hatten, dass ihre Pommes frites vegetarisch seien und so Vegetarier getäuscht hatten. Wie sie nun vor Gericht zugeben mussten, enthalten ihre Pommes frites ein aus Rindern gewonnenes Gewürz, das als «natürliches Aroma» deklariert wurde. McDonald’s muss nun rund 20 Millionen Franken an vegetarische und hinduistische Organisationen in den USA zahlen und sich öffentlich dafür entschuldigen, die Konsumenten belogen zu haben.
saldo, 5.5.2002

110-Jahres-Feier des Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.

Aus Anlass der Gründung des Verbandes am 7. Juni 1892 in Leipzig fand am 9. Juni 2002 in Hannover unter dem Motto «Zusammen eine Vision haben. Zusammen feiern.» eine grosse Festveranstaltung statt.
Barbara Rütting, Stephanie Kindermann und Ingo Insterburg hielten eindrucksvolle Reden zum Thema.
Ingo Insterburg, zu dessen ehemaliger Band «Insterburg und Co.» auch Karl Dall gehörte, rundete das Fest durch musikalische Zwischeneinlagen ab. Was kaum jemand weiss: Der Sänger lebt seit den 50er-Jahren vegetarisch. Warum? «Ich möchte nicht im Fleischerladen hängen und die Hausfrauen kaufen mich scheibchenweise ein, also kann ich das auch nicht von den Tieren erwarten.» Insterburg sang u.a. auch seinen Klassiker «Ich liebte ein Mädchen in Pankow» und rundete das Programm humorvoll musikalisch ab.
Vegetarier-Bund Deutschlands e.V., Blumenstr. 3, D-30159 Hannover, www.vegetarierbund.de

116 Jahre alte Chinesin ist ältester Mensch der Welt

Eine 116 Jahre alte Chinesin ist als ältester Mensch der Erde in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen worden. Du Pinhua wurde am 22. April 1886 in der südwestchinesischen Provinz Sichuan geboren. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, habe sie noch einen schnellen Verstand, spreche deutlich und habe Sinn für Humor. Bis zu ihrem 110. Lebensjahr habe sie kein Fleisch gegessen. Sie trinke und rauche nicht, esse aber gerne Früchte und Gemüse, heisst es.
dpa, 19.06.2002

Behandlung von Nutztieren

Kälber und Schweine dürfen seit dem 1. Juli definitiv nicht mehr angebunden werden. Die Übergangsbestimmungen der Tierschutzverordnung laufen Ende Juni 2002 aus. Kälber, die zwischen zwei Wochen und vier Monate alt sind, müssen zudem in Gruppen gehalten werden. Ausgenommen davon seien Tiere, die in Hütten mit dauerndem Zugang zu einem Gehege im Freien gehalten werden, teilte das Bundesamt für Veterinärwesen mit. Auch Schweine dürfen nicht mehr angebunden werden (die berüchtigten Kastenstände bleiben jedoch weiterhin erlaubt!).
Neue Bestimmungen gelten auch für den Liegebereich. Für Kälber bis vier Monate, Kühe, hochträchtige Rinder und Zuchtstiere muss der Liegebereich mit ausreichender und geeigneter Einstreu versehen werden.
News.ch, 15.06.2002

Tierversuche bieten keine Arzneimittelsicherheit

Wieder einmal entzieht das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Zulassung für einen pharmazeutischen Wirkstoff. Diesmal trifft es eine Reihe pflanzlicher Beruhigungsmittel, in denen Extrakte der tropischen Pflanze Kava Kava enthalten sind.
In mindestens 40 Fällen kam es allein in Deutschland bei Einnahme Kava-Kava-haltiger Arzneimittel zu schweren Leberschäden bis hin zum Leberversagen. Bei sechs Patienten müssen Lebertransplantationen vorgenommen werden, drei Menschen starben.
Der Nutzen des Mittels wird zudem als zweifelhaft angesehen.
Die Vereinigung «Ärzte gegen Tierversuche e.V.» warnt seit Jahren davor, sich bei der Entwicklung und Zulassung von Medikamenten auf Tierversuche zu verlassen. Was für eine Maus schädlich ist, kann für eine Ratte harmlos sein und umgekehrt. Aus solchen Versuchen gar auf den menschlichen Patienten zu schliessen, gleicht einem russischen Roulette. Der Beweis für die Unzulänglichkeit des Tierversuchs sind die zahllosen wegen gravierender Nebenwirkungen vom Markt genommenen Medikamente. Alle diese Substanzen wurden zuvor in umfangreichen Tierversuchs-Studien getestet und für sicher befunden. Bei der Anwendung beim Menschen traten dann unvorhergesehene, oftmals sogar tödliche Nebenwirkungen zutage.
Von Contergan bis Kava Kava dokumentiert die neue, vollständig überarbeitete «Risikomedikamentenliste» der Vereinigung «Ärzte gegen Tierversuche» die Gefahren durch Arzneimittel. Die Liste zeigt eine Auswahl der Medikamente, die entweder vom Markt genommen, in ihrer Indikation stark eingeschränkt oder erheblich kritisiert wurden. Die ausführliche Fassung ist im Internet auf der Homepage der Vereinigung abrufbar (auch als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken): www.aerzte-gegen-tierversuche.de
Ausserdem findet man dort diverse Infoblätter und umfangreiches Infomaterial zum Thema. Auf der Seite ist auch eine Datenbank von Beschreibungen von Tierversuchen vorhanden, wo man sich informieren kann, was heute im Namen der Wissenschaft den Tieren angetan wird.