Wenn Unrecht zu Recht wird,
wird Widerstand zur Pflicht.
Wenn Barry Horne auch den Staat nicht zwingen konnte, die Tierversuche abzuschaffen, so hat sein Hungerstreik und letztendlich sein Tod trotzdem etwas bewirkt: Das Thema Tierversuche und die damit verbundene Tierquälerei wurde durch ihn wieder verstärkt ins Bewusstsein der Menschen gerückt.
So musste seit 1997 aufgrund von massiven Protesten der wieder
erstarkten Tierrechtsbewegung die grösste Katzenzucht für
Tierversuche (Hillgrove Farm) schliessen. Parallel dazu laufen seit
über 4 Jahren Kampagnen gegen Huntingdon Life Sciences (HLS),
das grösste Tierforschungsunternehmen in Europa, mit Sitz in
England und den USA, welches im Auftrag zahlreicher Firmen der
chemischen und pharmazeutischen Industrie Tierversuche
durchführt.
HLS wurde in den vergangenen 10 Jahren mehrfach wegen
schrecklichen Tierquälereien überführt. In
versteckt gefilmten Videoaufnahmen sieht man, wie
Labortechniker Bluttests an zu jungen Beagle-Welpen
durchführen. Da ihre Venen viel zu dünn sind, stechen sie
immer wieder erfolglos in die Beine der völlig
verängstigten Tiere. Wenn sich die Hunde bei dieser
schmerzhaften Prozedur nicht ruhig verhalten, werden sie im
Genick gepackt, heftig geschüttelt und es wird ihnen mit der
Faust, wütend und mit voller Wucht, ins Gesicht
geschlagen. In einer Einstellung ist deutlich zu sehen, wie
an einem Affen bei vollem Bewusstsein eine Autopsie durchgeführt
wird. In einer anderen Szene schreit ein Forscher einen
verängstigten Affen an: «Sei ruhig, sonst schlag ich dir
die Fresse ein!»
| Wie schlau muss ein Schimpanse eigentlich sein, bis seine
Ermordung als Verbrechen angesehen wird?
Carl Sagan, The Dragons of Eden, 1977 |
Obwohl diese Tierquälereien mittlerweile allen
Geschäftspartnern von HLS bekannt sind, weigern sich immer noch
einige Firmen konsequent, ihre Geschäftsbeziehungen zu HLS
einzustellen. Obwohl die gesetzlichen und unabhängigen
Kontrollen seit Jahren nachweislich versagt haben, berufen sich
einige Firmen weiterhin darauf. Auch in der Schweiz tätige
Unternehmen gehören dazu, wie z.B. Shell, Dow, Novartis u.a.
Bitte nehmen Sie sich die Zeit und protestieren Sie gewaltfrei bei
diesen Firmen und fordern Sie sie auf, ihre Geschäftsbeziehungen
zu HLS sofort einzustellen.
– Shell (Switzerland), Baarermatte, 6340 Baar, Tel.: 041 / 769
44 44, Fax: 041 / 769 45 50, E-Mail: TellShell@ope.shell.com
– Dow (Europe) SA, Bachtobelstr. 3, 8810 Horgen, Tel.: 01 / 728
21 11, Fax: 01 / 728 31 11
– Dow (Europe) SA, rue de Veyrot 13 Genève, 1217 Meyrin
GE, Tel.: 022 / 719 41 11, Fax: 022 / 782 76 86
– Novartis Pharma Schweiz AG, Südbahnhofstr. 14D,
Postfach, 3001 Bern, Tel.: 031 / 377 51 11
Vorbereitete Protestbriefe sowie das Video mit den versteckt
gefilmten Aufnahmen können bestellt werden bei: Peter Beck, Wallrütistr. 115, 8404 Winterthur.
Weitere Infos sind hier im Internet erhältlich: www.shac.net
Peter Beck
Ärzte gegen Tierversuche
