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Kurzinfos aus den Medien

Klinische Studie belegt: Äpfel sind gesund fürs Herz

«Ein Apfel pro Tag hält den Arzt fern», sagt schon ein altes Sprichwort. Jetzt belegt auch eine klinische Studie erstmals die positive Wirkung von Äpfeln auf Risikofaktoren von Herzerkrankungen.
Die Ergebnisse der Studie von der University of California wurden in der Winterausgabe des Journal of Medicinal Food veröffentlicht. Die Studie zeigt, dass Äpfel ebenso wie Rotwein und Tee wirken: Als Antioxidantien verhindern sie den Abbau des schlechten Cholesterins (LDL), das zur Arterienverkalkung führt. An der Untersuchung nahmen 25 gesunde Männer und Frauen teil, die über sechs Wochen puren Apfelsaft (360 Milliliter) und über weitere sechs Wochen zwei Äpfel mit Schale pro Tag zu sich nahmen. Nach dieser Zeit massen die Forscher, wie schnell das Cholesterin zerfällt, wenn es einer bestimmten Chemikalie ausgesetzt wird. Je länger es dauert, desto grösser ist der Schutz vor einer Herzerkrankung. Dabei wirkte Apfelsaft am besten: Die Reaktionszeit war um 20 Prozent verlängert. Obwohl die Forscher um Diane Hyson die positiven Ergebnisse erwartet hatten, waren sie überrascht, dass diese Wirkung bereits nach sechs Wochen eintrat.
«Diese kleine Ernährungsänderung könnte eine wichtige Rolle für eine gesunde Herzdiät spielen», glaubt Hyson.

Dr. Marianne Diehl in Bild der Wissenschaft On-line 21.2.2001
Und: Ärztezeitung, 28.2.2001

Gemüse und Bewegung schützen vor Darmkrebs

Das Kolonkarzinom, an dem in Deutschland Jahr für Jahr etwa 50 000 Menschen erkranken, gehört zu den am besten erforschten Krebserkrankungen überhaupt. Alkohol und Fleisch gelten heute bei übermässigem Konsum als wichtigste Risikofaktoren für die Entwicklung von Darmkrebs.

Ärztezeitung, 28.2.2001

Im Auftauwasser von gefrorenem Fleisch können multiresistente Enterokokken sein

Schwein gehabt, konnte bisher sagen, wer seit Jahren wegen BSE auf Rind verzichtet hat und stattdessen sein täglich Fleisch von einem ordentlichen Schweinemastbetrieb bekam. Doch der Appetit dürfte spätestens seit Sonntag wieder vergangen sein: Fleisch von Tieren, die in grossem Stil mit illegalen Antibiotika gemästet wurden, könnte Keime enthalten, die gegen lebensrettende Medikamente resistent sind.

Ärztezeitung, 24.1.2001

Tiermast verantwortlich für Antibiotika-Resistenzen

Durch den Verzehr von Masttieren gelangen möglicherweise Gene in den menschlichen Darm, die Bakterien in grossem Umfang gegen Antibiotika resistent machen.
Forscher verglichen Proben von menschlichen Darmbakterien aus den 70-er und 90-er Jahren. In den Proben aus den 70-er Jahren waren etwa 25 Prozent der Bakterien gegen das Antibiotikum Tetracyclin resistent. In den 90-er Jahren waren es bereits 80 Prozent. Tetracyclin ist ein Medikament, das häufig gemästeten Tieren verabreicht wird.

Bild der Wissenschaft, 23.2.2001

Die Angst vor BSE-Fleisch hat auch ihr Gutes

Wer einem übermässigen Verzehr von Fleisch und Tier-Fetten abschwört und sich verstärkt möglichst vollwertigen pflanzlichen Produkten zuwendet, hat viel mehr zu gewinnen als sich vor BSE zu schützen. Denn eine entsprechende Ernährungsumstellung verringert auch das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen.

Ärztezeitung, 8.2.2001

Sündenfall der EU-Agrarpolitik

Pro Bulle oder Mutterkuh wurden bisher 382 DM bzw. 263 DM Produktionsprämie gezahlt. Die Agenda 2000 sieht vor, diese Preise auf 436 DM bzw. 357 DM zu erhöhen. Damit liefert die EU weitere Anreize, Rinder maschinell und in landwirtschaftlichen Grossbetrieben zu produzieren. Das wiederum führt dazu, dass die sogenannte verhinderte Marktanpassung weiter geführt wird. Die gängige Prämienpraxis «belohnt» grosse Produktionsmengen und bevorteilt damit Grossbetriebe. Der kleine bäuerliche Betrieb dagegen profitierte weniger. Genau diese Art der Rationalisierung aber steht ja jetzt durch die BSE-Diskussion besonders in der Kritik.

MDR Online Wirtschaft – Die EU-Agrarpolitik der letzten 40 Jahre im Kreuzfeuer, 26.01.2001, 19:06

Rindfleischproduktion in Deutschland halbierte sich im Dezember 2000

Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, wurden im Dezember 2000 in Deutschland noch rund 169.300 Rinder (ohne Kälber) geschlachtet; dies entsprach einem Rückgang um 51,4 Prozent im Vergleich zum Dezember 1999. Die Menge an Schlachtfleisch sank um 50,7 Prozent auf gut 55.600 Tonnen. Der mengenmässig in Deutschland bedeutend wichtigere Schweinefleischmarkt gab demzufolge weiter nach, der Appetit auf Schaffleisch stieg dagegen an. Der insgesamt geringere Appetit auf Fleisch machte sich den Angaben der Statistiker zufolge auch im Jahresergebnis bemerkbar.

AFP, 19.2.2001

Schon mehr als 11.000 Kurzarbeiter durch BSE-Krise

Wegen der BSE-Krise mussten schon mehr als 11.000 Beschäftigte in Deutschland auf Kurzarbeit gesetzt werden. Betroffen seien bisher 11.800 Mitarbeiter der Fleisch verarbeitenden Industrie, der Tiefkühl- und Verpackungsindustrie sowie der Gastronomie, heisst es in einer Umfrage der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, die das «Handelsblatt» am Freitag veröffentlichte. Besonders dramatisch sei die Situation im süddeutschen Raum – wo bisher die meisten BSE-Fälle auftraten – und in Ostwestfalen-Lippe. Die Münchener Südfleisch AG werde beispielsweise bis März rund 90 Mitarbeiter entlassen,

AFP, 16.2.2001

Anmerkung: Dass auf der anderen Seite die zukunftsorientierten Produzenten von vegetarischen Produkten Höchstumsätze verzeichnen und Leute einstellen mussten, wird leider nicht erwähnt.

(Noch) keine neuen Subventionen/Steuern für die Landwirtschaft

Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Höhn hat im Deutschlandfunk die Forderung von Bauernpräsident Sonnleitner zurückgewiesen, zur Finanzierung der BSE-Folgekosten den Mehrwertsteuersatz auf Nahrungsmittel anzuheben.

Spiegel, 12.2.2001

EU steht vor einer finanziellen Katastrophe

Wenn sich die Maul- und Klauenseuche (MKS) tatsächlich auch auf dem Kontinent ausbreiten sollte, dann stehe die Gemeinschaft «nicht nur vor einer neuen Notsituation, sondern sogar vor einer budgetären Katastrophe», meint Michaele Schreyer, Europas oberste Geldhüterin. Brüssel ist verpflichtet, den Mitgliedstaaten in solchen Krisen zu helfen. 60 Prozent aller anfallenden Kosten muss die EU übernehmen, obwohl sie schon für die Bewältigung der BSE-Krise auf Gelder zurückgreifen musste, die ihr rechtlich erst nächstes Jahr zur Verfügung stehen. Und was das zusätzliche MKS-Fiasko angeht, hat allein die Vernichtung der betroffenen britischen Tierbestände in den vergangenen Wochen Kosten in zweistelligen Millionenbeträgen verursacht.

Mannheimer Morgen, 15.03.2001

BSE-Experte warnt: Auch Muskelfleisch kann verseucht sein

Der Schweizer Molekularbiologe Markus Moser warnt davor, Muskelfleisch von Rindern als gänzlich BSE-frei einzustufen. «Es ist fahrlässig, den Leuten weiszumachen, dass überhaupt kein Risiko besteht», sagte der Miterfinder des Prionen-Tests in einem dpa-Gespräch. Die blosse Tatsache, dass im Muskelfleisch, das bisher als unbedenklich gilt und teilweise in Wurstsorten wie Rindswürsten oder Rindersalami verarbeitet wird, bislang noch nichts gefunden worden sei, rechtfertige noch «kein absolutes Unbedenklichkeitszertifikat». Der Verbraucher müsse wissen: Es bestehe nur dann kein Risiko, wenn man ganz auf den Verzehr von Rinderfleisch verzichte.

Bild der Wissenschaft, 31.1.2001

ARENA: Fleischkrise?

Zur politischen Diskussionssendung Arena des Schweizer Fernsehens vom 2. März 2001 wurden auch Renato Pichler (SVV-Präsident) und Fredy Forster (SVV-Vize-Präsident) eingeladen. Dies ermöglichte der SVV die Sichtweise der Vegetarier zu all den vorhandenen Problemen in der Fleischwirtschaft darzulegen und die Zuseher auf die Alternative zum Fleischkonsum aufmerksam zu machen. Der vegetarische Beitrag zur Sendung kann auch über das Internet-Archiv der Sendung unter folgender Adresse angesehen werden:
Arena-Sendung

EU-Subventionswahnsinn:

EU-Sonderprämien für männliche Rinder, die eigentlich als Ausgleichszahlung für den gesunkenen Marktpreis gedacht sind, werden in Spanien auch für Stierkampf-Bullen gezahlt.
Pro Tier erhält ein Kampfstierzüchter rund 260 DM. Berechnungen aus Dänemark zufolge unterstützt die EU in einem Jahr alleine die spanischen Stierkämpfe mit 16,3 Millionen DM.
Von einem Euro geleisteter Unterstützung kommen nur 0,2 Euro beim EU-Landwirt an. Das heisst 80 Prozent der Subventionen werden durch die Verwaltungen, Bürokratien und Unregelmässigkeiten verschlungen.
Vor Einführung der Exportprämien für Rinder (1989) wurden diese in Drittländer überwiegend zu Zuchtzwecken exportiert. Nach Einführung der Prämien stieg der Schlachtrinderexport deutlich an. In den Jahren 1991 und 1992 waren es jeweils mehr als 300 000 Tiere. Im Folgejahr erhöhte sich die Exportzahl auf 483 000 Rinder. 1994 wurde dann mit 533 000 Ausfuhren die halbe Millionengrenze erstmals überschritten. Im Jahr 1995 lag die Zahl bereits bei 660 000 Tieren. Im Jahr 1996 wurden mehr als 616 000 Tiere exportiert. 1994 wurden beispielsweise in die Türkei nur 7 500 Rinder exportiert. Nach der Erhöhung der EU-Exportprämie ab 1995 stieg die Zahl der Exporte auf über 138 000 Rinder an.
Ein eindeutiges Beispiel dafür, dass die EU-Subventionsprämien bestimmen, wohin die Reise geht ,und nicht die tatsächliche externe Nachfrage.

Eine Nation bekennender Fleischesser ist erschüttert

Französische Feinschmecker schnappten nach Luft bei der Nachricht, dass Alain Passard, Leiter des Michelin – Dreisterne – Restaurants L’Arpège in Paris, Vegetarier geworden ist. Rind, Lamm, Geflügel, Kalb – all diese Grundelemente der haute cuisine – wurden gestrichen! Nun wird mit Gemüse gekocht, und zwar keinesweges mit Edelsorten, sondern mit schlichten Karotten, Rüben, Sellerie, Zwiebeln und Lauch. So findet man nun zum Beispiel Sellerie und Kastanien auf Trüffel-Fondue im Menu. Alain Passard betont, dass es ihn viel mehr inspiriert, mit Karotten oder Radieschen zu arbeiten als mit Rumpsteak und Lammrücken. Aber auch andere Chefköche haben ihr Angebot mittlerweile «rindfleischbereinigt», wie zum Beispiel Alain Ducasse, der einzige Koch der Welt mit sechs Michelin-Sternen, und Guy Martin vom Restaurant Grand Vefour, der sogar schon seit Jahren dieses Fleisch nicht mehr anbietet. Nun hat auch das berühmte Ritz-Hotel Rindfleischgerichte von der Speisekarte entfernt, obwohl Rindfleisch weiterhin auf ausdrücklichen Wunsch noch serviert wird. Ob man allerdings Alain Passard auf seinem vegetarischen Weg folgen wird, bleibt abzuwarten.

Telegraph und CNN

Honig – naturrein?

Bayern und Baden-Württemberg bewegen sich auf einen neuen Lebensmittelskandal zu: Honig aus einem der grössten deutschen Obstanbaugebiete am Bodensee ist häufig mit dem Antibiotikum Streptomycin verunreinigt. Das Antibiotikum gelangt über Spritzmittel gegen Feuerbrand (davon werden häufig Äpfel- und Birnenbäume befallen) in den Kreislauf, wenn Bienen es von der Blüte in ihre Waben transportieren.

Spiegel 5/2001

Giftiger Speck

Von der staatlichen norwegischen Lebensmittelkontrolle wurden Untersuchungsergebnisse bekanntgegeben über die Verseuchung von Walspeck, den Japan aus dem skandinavischen Land zu importieren plant.
Die Norweger weisen vor allem auf hohe Werte der Chemikalie PCB hin, die nicht nur krebsfördernd sein soll, sondern auch das menschliche Nerven-, Immun- und reproduktive System schädigt. In Norwegen isst man nur das (Muskel-)Fleisch der Wale, die Japaner dagegen betrachten den Speck als Delikatesse. Die Norweger halten es deswegen für Verschwendung, dieses Fett, von dem sie 600 Tonnen in ihren Gefrierlagern halten, nicht zu exportieren. Japanische Verbraucherschutzgruppen dagegen fordern die norwegische Regierung auf, das Geschäft nicht zu genehmigen. Auch der japanischen Regierung wurde eine Petition überreicht mit dem Hinweis, dass nach norwegischen Testergebnissen der im Walspeck gemessene Gehalt an PCB 7,6 mal die zugelassenen japanischen Höchstwerte übersteigt.
Internationale Tierschutzorganisationen laufen Sturm gegen das geplante Exportgeschäft, weil ein erneuter Handel mit Walfleisch zu nicht absehbaren Folgen (Wildern, noch mehr illegale Abschüsse geschützter Arten usw.) führen wurde.

Reuters und BBC