Überleben nur die Stärkeren?
Eine Methode für kooperativen Umgang mit der
Natur
Charles Darwin behauptete in seiner Evolutionslehre, dass nur
die Fittesten überleben und darum ein ewiger Kampf ums Dasein
existieren würde. Doch ein Pionier des Friedens zeigt einen
anderen Weg.
Es ist der Weg der Kooperation mit der Natur
®.
Dieser Pionier ist Eike Braunroth. Er ist Forscher,
Pädagoge, Psychologe und Gärtner, der sich seit dreissig
Jahren mit den Gesetzen von Ursache und Wirkung beschäftigt.
Braunroth sagt: «Durch Kooperation mit allem, was lebt, lassen
sich Gesundheit und Harmonie in unseren Gärten, in Ställen,
auf dem Feld, in Blumentöpfen und nicht zuletzt in unseren
Körpern erreichen.»
Was bedeutet Kooperation mit der Natur?
Es ist eine Schulung im Umgang mit der Natur. Gut, Sie werden
erwidern: «Haben wir doch schon genug: Umweltschutz,
Ökologie, Artenschutz, Recycling, Mülltrennung und
Umweltbewusstsein.» Ja natürlich, haben wir. Doch diese
Art von Schulung ist auf völlig neuen Prinzipien aufgebaut. Sie
ist anders konzipiert als das, was wir bisher kannten. Das Ziel ist,
durch diese Anleitung eine neue Sicht- und Handlungsweise zu
bekommen. Es ist eher eine Bewusstseinsschulung und ein
Wahrnehmungstraining als ein Unterricht im herkömmlichen Sinne.
Die vier Säulen, auf der die Kooperation steht, sind der
Kontakt, die Kommunikation, die Kooperation und die spirituelle
Einstellung zu Tieren, Pflanzen, Menschen und allem, was sichtbar und
unsichtbar in der Natur existiert.
Der Lehrer geht davon aus, dass alles im Kosmos von Ursache und
Wirkung geprägt ist. Seine Geschichte ist die von vielen
Menschen, vielleicht ist es auch Ihre Geschichte?
Der sinnlose Kampf gegen die Schädlinge
Der junge Braunroth war in den sechziger Jahren überzeugter
Anhänger und Anwender der biologischen Anbaumethode in seinem
Garten. Trotz dieser innovativen Anbauweise hatte er grosse Probleme
mit Nacktschnecken, Wühlmäusen, Kartoffelkäfern,
Blattläusen und Katzen. All diese Tiere der Schöpfung
zerstörten sein liebevoll gepflanztes Gemüse.
Eine grosse Herausforderung, die ihn zwang, gründlich
nachzudenken. Das Hin- und Hergerissensein zwischen dem Erhalten
seiner Pflanzen auf der einen Seite und dem Vertreiben der
Tiere auf der anderen Seite, kostete ihn viele schlaflose
Nächte. Dieses Duell im Garten focht er besonders mit
Nacktschnecken aus. Er fing an sie abzusammeln, zu
überbrühen und in Bier zu ertränken. Die Tatsache,
dass es auf biologische Weise geschah, konnte sein
Gemüt dennoch nicht zur Ruhe bringen. So wurde ihm bewusst, was
er da eigentlich tat: Er spielte Schöpfer und Richter zugleich
und mordete frei nach Belieben. Diese Erkenntnis traf ihn wie ein
Schock.
Ursache und Wirkung
Da er in dieser Zeit eine individualpsychologische Ausbildung
machte, fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Es ist alles eine
Frage von Ursache und Wirkung. Die Wirkung war klar: Massenhaft waren
Nacktschnecken in Schwärmen über sein liebevoll gezogenes
Gemüse hergefallen. Und weil er ja, verständlicherweise,
ernten wollte, was er gesät hatte, fühlte er sich den
Schnecken ohnmächtig ausgeliefert.
Was war also die Ursache für dieses massenhafte Auftreten der
roten Ungeheuer? Natürlich brauchte er nicht weit zu suchen.
Seine Gefühle, die er gelernt hatte zuzulassen, brachten ihn auf
die Spur.
Angst vor Ungeziefer und Schädlingen
Sicher ahnen Sie schon, was weiter passierte. Eike Braunroth
stellte fest, dass er sich bereits bei den Gartenplanungen im Winter
und bei der Aussaat im Frühjahr Sorgen machte, ob die zarten
Setzlinge auch den Ertrag bringen, den er für seine Familie
erhoffte. Schließsslich hatte er erfahren, dass die Schnecken,
besonders bei warmem Mairegen ausschwärmen, um die kleinen
Gemüsesaaten kahlzufressen. Seine Erträge schienen von
seinen Gedanken abzuhängen.
Und er bemerkte, dass er immer von meinem Gemüse und
meinem Garten sprach und dachte. Also nicht vom Garten, der
dem Kosmos gehörte. Dadurch hatte er Angst, dass sein
Gemüse von den unberechenbaren Vielfressern abgenagt oder von
Ungeziefer und Schädlingen befallen würde. Damit
erkannte er, dass er sich ganz der darwinistischen Lehre unterwarf.
Eike Braunroth kam zu dem Schluss, dass sein Garten ein einziges
Schlachtfeld war. Er kämpfte sinnlos gegen die Natur an, mit dem
Erfolg, dass die Probleme zunahmen. Der Naturliebhaber wollte einen
Weg finden, der ihn wieder mit der Schöpfung verband.
Forschungen öffnen neue Türen
Eike Braunroth forschte und fand die Methode der Kooperation
mit der Natur.
Der Psychologe entdeckte, dass die Probleme mit den Nacktschnecken im
Garten seine eigenen Problem waren. Er stellte fest, dass in ihm eine
Spaltung zwischen der Natur und ihm selbst war. Er begriff, dass die
sogenannten Schädlinge eine Ordnung lebten, die
für ihn als Herausforderung, als Spiegel, wieder in die Einheit
der Schöpfung zurückzukehren halfen. Er übernahm die
Verantwortung für sein Denken und Handeln.
Diese Gedanken baute er weiter aus, forschte und fing an Experimente
zu machen. Es war verblüffend, zu welchen Ergebnissen er kam. So
fand er heraus, dass alle Tiere und Pflanzen, ja sogar sein eigener
Körper auf bestimmte Gedanken reagierten. Er erfuhr, dass die
Tiere seine Freunde waren und dass sie lediglich eine kosmische
Ordnung wieder herstellten. Er nahm auch wahr, dass eine ehrliche
Absicht entscheidend für die Ergebnisse war.
Die vier Säulen der Kooperation mit der Natur
Braunroth entwickelte nach und nach die gesamte Lehre und stellte
sie auf ihre vier Säulen von Kontakt, Kommunikation, Kooperation
und Spiritualität. Die erste Säule ist der Kontakt mit den
Naturlebewesen. Bereits, bevor er in den Garten oder die Natur geht,
gibt er seine Absicht bekannt. Sobald er den Garten betritt
klopft er unsichtbar an, um allen Pflanzen und Tieren zu
sagen, dass er jetzt in ihrer Nähe ist und dass er sich freut
die Lebewesen der Schöpfung zu sehen und zu hören.
Die zweite Säule seiner Schulung ist die Kommunikation. Auf eine
geistige Art spricht er mit den Lebewesen, sagt
ihnen was seine Absichten sind und was er von Pflanzen und Tieren
erwartet. Auch was die Pflanzen und Tiere brauchen erfasst er mit
einer subtilen Methode.
Die Kooperation ist die dritte Säule seiner Forschungsarbeit.
Der Lehrer ist bereit, die Bedürfnisse der Pflanzen zu
respektieren, und schliesst Kooperationsverträge mit Tieren,
Pflanzen, der Erde und Menschen. Hier spielt das Gesetz von Ursache
und Wirkung eine grosse Rolle. Denn so, wie wir denken und handeln,
so wird auch die Natur antworten: mit hohen Erträgen oder mit
bedrohlichen Massenvermehrungen von sogenannten Schädlingen,
Erregern oder Seuchen.
Der wichtigste Baustein seiner Idee ist die spirituelle Einstellung
zu der Schöpfung. Hier hat Braunroth besondere
Wahrnehmungsformen gefunden, die uns auf der spirituellen Ebene mit
den Lebewesen in Verbindung bringen.
Quantenphysik und Kommunikationsforschung
Damals, zu Beginn seiner ersten Forschungen, war ihm noch nicht bekannt, dass in der modernen Quantenphysik und Kommunikationsforschung ähnliche Gedanken und erste Versuche stattfanden. So begann unter anderen Rupert Sheldrake zu gleicher Zeit (zufällig?) an seiner Theorie der morphogenetischen Felder zu arbeiten. Die morphogenetischen Felder besagen, dass es Pflanzen, Tieren und Menschen möglich ist, Gleiches zum gleichen Zeitpunkt zu tun, ohne voneinander zu wissen oder einen direkten Kontakt zueinander zu haben, auch über weite Distanzen und andere Kulturen. (Es ist der wissenschaftliche Beweis, vor allem der dritten Säule.) Diese Felder wirken wie ein Gedächtnis, das kollektiv zu sein scheint. Der Psychologe C.G. Jung hat in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bereits vom «kollektiven Unterbewussten» gesprochen.
Wissenschaftliche Versuche bestätigen die Theorie
Experimentelle Ergebnisse von R. Sheldrake und anderen
bestätigten die Theorien und eigenen Experimente von Eike
Braunroth. Sheldrake postulierte, dass der Kosmos ein sich
entwickelnder Organismus ist und dass die Evolution ein
schöpferischer Prozess ist. Moderne Forscher und Theoretiker
wirkten parallel und es folgten immer mehr. Darunter sind zu nennen
Albert Popp (Biophotonenforschung), Fritjof Capra (systemische
Evolution und Ökologie), Ken Wilber (Philosophia perennis) und
Geseko von Lüpke (Kooperation mit der Zukunft).
All diese Theoretiker und Forscher machten offenkundig, wie sehr Eike
Braunroth auf der richtigen Spur war. Es folgten viele Jahre, in
denen die Methode der Kooperation mit der Natur weiter
verdichtet und laufend verbessert wurde. Inzwischen ist sie in vielen
Ländern bekannt. Eike Braunroth hat ein markantes
Schulungssystem entwickelt, das tiefgreifend Landwirte, Gärtner
und viele Menschen schult, die daran interessiert sind,
unseren bedrohten Planeten Erde zu retten. Und zwar nicht
mit Parolen und Theorien, sondern ganz praktisch mit eigenem Wirken
und Werden.
Gesteigerte Erträge durch gesunde Pflanzen
Die Berufsgruppen, die bei Eike Braunroth geschult wurden und die
Methode in ihren Fachbereichen anwenden, berichten vor allem
über spürbar leichtere Arbeitsweisen und erheblich
gesteigerte Erträge. Die deutlich höhere Qualität der
Produkte ist durch erste physikalische Qualitätsmessungen
bestätigt worden.
Die Methode wurde inzwischen auf Versuchsfeldern im In- und Ausland
überprüft und an der Universität Kassel sind zwei
Diplomarbeiten über die Kooperation mit der Natur
geschrieben worden. Ausserdem gibt es bereits zahlreiche
Veröffentlichungen in der Fach- und Laienpresse.
Ein Verein unterstützt die Ideen und Ziele mit der Präambel
Leben ist Wunder und Liebe. Im Leben geht es also
nicht um den Kampf ums Dasein, bei dem nur die
Stärksten überleben. Es geht darum in der alltäglichen
Verbindung mit der Natur und all ihren sichtbaren und unsichtbaren
Lebewesen in Liebe, Anerkennung und Dankbarkeit verbunden zu
sein.
Ursula Erbacher
Das Publikationsorgan des Vereins heisst: «EinSicht».
Redaktionsadresse: Eike Braunroth, Nikolaus-Molitor-Str. 37, D-97702 Münnerstadt
Tel.: 0049 (0)9733 65 35, Fax: 0049 (0)9733 66 35.
Nachtrag der Redaktion:
Was hat die Kooperation mit der Natur mit der
vegetarischen Lebensweise zu tun?
In unserer Gesellschaft ist es leider üblich, die Tierwelt in
vier Gruppen einzuteilen: Haustiere – Wildtiere –
Nutztiere – Schädlinge. Fast alle Menschen lieben
Haustiere wie Hunde und Katzen oder sind zumindest dagegen, dass
diesen Tieren unnötiges Leid zugefügt wird. Auch die
Wildtiere werden mehrheitlich von den Menschen als Mitgeschöpfe
akzeptiert. Wenn eine Art gefährdet ist, wird sie sogar
beschützt, jedoch nicht wegen des einzelnen Individuums wie bei
den Haustieren, sondern nur zur Arterhaltung.
Schon sehr viel schlechter ergeht es den Nutztieren: Hier steht der
wirtschaftliche Nutzen an oberster Stelle. Solange es Profit bringt,
ist fast alles erlaubt (einsperren, anbinden, kastrieren ohne
Betäubung, Massenhaltung, töten). Da jedoch ein krankes
Tier dem Besitzer weniger Profit bringt, wird auch hier noch in
gewisser Weise zum Tier geschaut. In diesem Bereich ist momentan
(nicht zuletzt durch BSE) zumindest eine gewisse Änderung der
Einstellung vieler Menschen zu beobachten.
Vegetarier haben mit den obigen drei Gruppen kaum Probleme: Sie
schliessen all diese Tiere in ihr Mitgefühl mit ein. Im Umgang
mit den sogenannten Schädlingen werden jedoch auch Vegetarier
manchmal schwach: Wie wertvoll ist das Leben einer Stechmücke?
Oder einer Schnecke? Da darüber selten diskutiert wird, soll der
Text über die Kooperation mit der Natur einen Denkanstoss in
diese Richtung geben.
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