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Biogemüse mit Schlachtabfällen?

Manche Bioorganisationen empfehlen als Düngemittel Blutmehl, Knochenmehl und sogar Innereien von geschlachteten Tieren, um damit den «natürlichen Kreislauf» aufrecht zu erhalten. Schon bisher war dieses Vorgehen problematisch, da es einige tierische Krankheitserreger gibt, welche lange Zeit im Boden überleben können. Durch den Rinderwahnsinn wurde dieses Vorgehen jedoch noch fragwürdiger. Die SVV hat deshalb entsprechende Abklärungen gemacht (Stand Anfang Dez. 2000):
Die Bio-Suisse (Knospe-Label) erlaubt bis jetzt noch alle tierischen Düngemittel, also: Fleischmehl, Blutmehl, Federnabfälle, Haarmehl, Hornmehl ebenso wie Gülle und Mist. Allerdings wird Gülle/Mist nur sehr selten im Bio-Gemüsebau verwendet. Die Düngemittel aus Schlachtabfällen stammen von konventionell gehaltenen Tieren. Allerdings wird diese Düngepraxis demnächst neu überdacht, da sich die Einstellung in der Bevölkerung durch BSE stark geändert hat.
Die biologisch-dynamisch wirtschaftenden Demeterhöfe, welche praktisch immer auch Viehhaltung beinhalten, hatten früher jeweils alle obigen tierischen Dünger empfohlen. Glücklicherweise ist dies seit 1997 anders: Blut- und Knochenmehl ist seither wegen der Gefahr des BSE in allen biologisch-dynamisch wirtschaftenden Betrieben verboten. Hingegen sind auch heute noch Düngemittel aus reiner Hornsubstanz, Haar- und Federnabfälle erlaubt.
Anders sieht es bei der deutschen Organisation Bioland aus: Dort sind bis heute auch Blutmehl und Knochenmehl erlaubte Düngemittel.

Renato Pichler