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Editorial zu Vegi-Info 3/2000

Neue medizinische Erkenntnisse

Liebe Leserin, lieber Leser

Bei den Standaktionen der SVV wurde immer wieder die Blutgruppendiät von D’Adamo erwähnt. Es zeigt einmal mehr, wie schnell ein Buch zu einem Bestseller werden kann, wenn man darin das schreibt, was die Leute hören wollen. Da immer mehr Menschen dieses eine Buch als Grund bzw. Ausrede für ihren Fleischkonsum erwähnen, befasst sich der Hauptartikel in diesem Heft von Dr. med. Michael Klaper ausführlich mit den Thesen des Buches. Da das Buch sehr viele abstruse Behauptungen enthält, mussten wir den umfangreichen Originalartikel für diese Vegi-Info-Ausgabe kürzen.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell sich manche Menschen mit einer Krankheit abfinden und diese als unabwendbar oder gar natürlich empfinden (nach dem Motto: «Mit dem Alter hat man sowas halt...» oder «die andern haben es ja auch alle, also ist es normal...»). Dr. Neal Barnard zeigt in seinem Buch «Schmerzen lindern durch richtige Ernährung» auf, dass viele Schmerzen, weder natürlich noch unabwendbar sind. Er greift darin auch das Tabuthema Menstruationsschmerzen auf. Da kaum eine Frau weiss, dass diese eng mit der Ernährungsweise zusammenhängen, widmen wir diesem Artikel gleich den ersten Platz in diesem Heft.

Egal mit welchem Bereich man sich beschäftigt, immer wieder stösst man auf die negativen Auswirkungen der tierischen Nahrungsmittel. In der Regel versuchen die betroffenen Menschen möglichst schnell wieder zur Tagesordnung zurück zu kehren.

Obwohl der erste Teil des Heftes diesmal hauptsächlich gesundheitliche Themen behandelt, gibt es auch sonst wieder so vieles zu berichten, dass auf die meisten Themen nur in einer kurzen Zusammenfassung eingegangen werden kann. Skandale in der Fleischindustrie gehören schon fast zur Tagesordnung, seien es Mineralöle in tierischen Produkten oder Antibiotika, die beim Kuheuter eingesetzt werden (siehe: Kurzinfos).

Die immer konkreter werdenden Anzeichen, dass Rinderwahnsinn unentdeckt Menschen anstecken kann, scheint die abgestumpfte Öffentlichkeit auch kaum mehr zu beunruhigen.

Ähnlich sieht es mit einem ganz anderen Thema aus: Die Wale. Dass sie weiterhin in grossem Ausmass abgeschlachtet werden, kann man der Tierschutzseite in diesem Heft unter dem Titel «Neptuns bedrohte Kinder» entnehmen. Herma Brockmann wird auch künftig in jeder Ausgabe ein Thema aus dem internationalen Tierschutz aufgreifen.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und hoffe, dass auch für Sie viel interessantes in diesem Heft enthalten ist.

Renato Pichler