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Neues über BSE (Rinderwahnsinn)

Gemäss neusten Forschungsergebnissen, kann das als BSE-Auslöser geltende Prion-Protein die Speziesbarriere überwinden. Als noch besorgniserregender für Fleischesser gilt jedoch, dass andere Tierarten, welche den Erreger in sich tragen oft keine BSE-Symptome zeigen.

Was für Folgen hat es, wenn sich diese Verdachtsmomente des wissenschaftlichen BSE-Beratungsausschusses der britischen Regierung erhärten lassen?

  1. Jede Fleischart würde künftig als BSE-Erreger in Frage kommen.
  2. Vermutlich wären grosse Mengen an verseuchtem Fleisch schon heute im Handel, da die geschlachteten Tiere keine BSE-Symptome aufwiesen.
  3. Man müsste jedes einzelne Tier, jeder Tierart künftig auf die Prionen-Infektion bei der Schlachtung testen.
  4. Selbst in der Schweiz wird noch immer das Tiermehl von Widerkäuern aus rein finanziellen Gründen an Schweine und Geflügel verfüttert. Dies würde die Verbreitung der Krankheitserreger enorm erhöhen.
  5. Eine viel grössere Anzahl Fleischesser wäre schon heute infiziert, selbst wenn sie vom Rindfleisch auf andere Fleischsorten umgestiegen sind. Die Folge wäre eine tödliche Epidemie, ungeahnten Ausmasses. Die vermutete Zahl von rund einer halben Million Toten (publiziert in Lancet, Bd. 356, S. 228), welche vor dieser neuen Erkenntnis gemacht wurde, wäre dann völlig überholt.

Wer nicht gerne mit seinem Leben und seiner Gesundheit russisches Roulette spielt und seinen Verstand über seinen Gaumen stellt, müsste eigentlich spätestens jetzt aufhören, Tiere als Nahrungsmittel anzusehen und deren Körper zu essen. Bei anderen Nahrungsmitteln hätte man in ähnlichen Situationen schon längst alle entsprechenden Waren aus dem Handel beschlagnahmt und den Verkauf verboten, bis wissenschaftlich einwandfrei geklärt ist, wie gross die Gefahr ist, durch den Konsum von verseuchtem Fleisch an vCJK zu sterben. Der Fleischmarkt ist jedoch so gross und mächtig, dass die wirtschaftlichen Interessen einmal mehr den Interessen der Verbraucher vorangestellt werden. Wobei natürlich zu bemerken ist, dass die meisten Verbraucher einen solchen Schritt, selbst unter den gegebenen Umständen, auch nicht begrüssen würden...


Quellen:
  • «Prion-Infektion oft ohne Symptome», Ärzte Zeitung, 30.8.2000
  • «BSE-Risiko unterschätzt? - Unauffällige Tiere können Träger sein», NZZ, 6.9.2000
  • «Noch mehr Beweise für die Prionen-Theorie»,Tages Anzeiger, 3.8.2000
  • «Future uncertain for reliable vCJD screening tests», The Lancet, Band 356, Seite 228.

Prionen von Mensch und Rind sind sehr ähnlich

Zürcher Wissenschaftler fanden ein weiteres Indiz dafür, dass der Verzehr von Fleisch BSE-kranker Rinder die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auslöst.
Wie die Zeitschrift «PNAS» (97, 2000) berichtet, fanden Forscher vom Institut für Molekulare Biologie und Biophysik der Technischen Hochschule Zürich heraus, dass die Prionproteine von Menschen und Rindern sich räumlich sehr ähnlich sind.
Ärzte Zeitung, 11.07.2000

Mutter gab Rinderwahnsinn an ihre ungeborene Tochter weiter

Die elf Monate alte Tochter einer jungen Britin, die an der neuen CJK gestorben ist, zeigt auch erste Symptome der Krankheit. Das Mädchen kann nur sehr schlecht sehen, es hat Schluckbeschwerden und leidet an epileptischen Anfällen. Es sehe so aus, als könne die Krankheit von der Mutter während der Schwangerschaft an das ungeborene Kind weitergegeben werden, erklärt Professor Richard Lacey von der Universität im britischen Leeds. Eine sichere Diagnose kann jedoch erst nach dem Tod eines CJK-Patienten gestellt werden. Die neue CJK-Variante gilt als menschliche Variante des Rinderwahnsinns.
Bereits 1996 hatte das britische Landwirtschaftsministerium erklärt, dass trächtige Kühe den BSE-Erreger an ungeborene Kälber weitergeben können.


Die Welt vom 18.09.2000