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US-Farmer «ernten» den Wind
Die US-Farmer entdecken eine neue Einnahmequelle: Die Windenergie. Eine Windturbine braucht ca. 0,1 ha Land (=1000m2). Für die Erlaubnis, eine solche Anlage aufstellen zu dürfen, kassiert ein «Farmer» US$ 2’000.– jährlich. In derselben Zeit würde der Farmer auf dem Landstück mit Getreideanbau nur US$ 100.– verdienen können. Eine einzige solche Windturbine erzeugt jährlich Strom im Wert von US$ 100’000.–
Natürlich ist nicht jedes Land gleich gut dafür
geeignet. Doch in den weiten Ebenen der Rinderweiden und Monokulturen
für den Futtermittelanbau gibt es viele Gegenden, welche durch
diese dezentrale Energiegewinnung zu unverhofftem Reichtum kommen
können. Auf einer Hektare dieses Flachlandes wird heute Fleisch
im Wert von US$ 80.– oder Weizen im Wert von US$ 480.–
produziert.
Wie man sieht, kann eine Neuausrichtung auch der Fleischproduzenten, für alle ein Riesengewinn bringen. Nicht zuletzt, weil gerade in diesen Gebieten der Grundwasserpegel von Jahr zu Jahr durch die Viehwirtschaft und Futtermittelproduktion bedenklich abgesenkt wurde. Auf Dauer kann es also sowieso nicht mehr so weitergehen.
Quelle: Lester R. Brown vom World Watch Institut, 7. Juni 2000: U.S. Farmers Double Cropping Corn and Wind Energy
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