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Die SVV heisst jetzt: Swissveg
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Im Jahre 1998 wurden weltweit 45 Milliarden Tiere geschlachtet: Und morgen?

Die Schweizer Statistiken über die für die Metzgerei getöteten Tiere sind schon entsetzlich genug: Jedes Jahr werden rund 60 Millionen Tiere für die Fleischindustrie geschlachtet, was zwei Tieren pro Sekunde entspricht. Geflügel sind die häufigsten Opfer: über 50 Millionen; danach die Schweine: 2,5 Millionen; Rindvieh: 1 Million; Schafe: 300’000.

Kann man sich schon kaum diese Schrecken für unser eigenes Land vorstellen, dann erschaudert das Ausmass des weltweit ausgeübten Gemetzels: die Statistiken der FAO von 1998 enthüllen, dass global 45 Milliarden Tiere, davon 290 Millionen Rinder, 1,1 Milliarden Schweine, 802 Millionen Schafe und Ziegen, 41 Milliarden Hühner, Enten, Gänse und Truthähne wegen ihres Fleisches getötet wurden. Umgerechnet ergibt das bei sechs Milliarden Menschen sieben Tiere pro Jahr und Person. Diese Zahlen enthalten nicht einmal die Tiere, welche vor dem Schlachten starben, meistens infolge Krankheiten, Verletzungen, Verdurstung oder Erstickung wegen der verheerenden Zucht- oder Transportzustände. In den Vereinigten Staaten, wo 9,4 Milliarden Tiere für die Fleischindustrie getötet wurden, wird die Anzahl der toten Tiere vor dem Schlachten auf 11% aller Schlachttiere geschätzt, was einer Milliarde Tieren entspricht.

Das ist die triste Realität von heute. Was sind die Perspektiven der nächsten Jahre?

Die Entwicklungsländer sind die neuen Ziele der Fleischindustrie.

Die Fleischindustrie hat längst erkannt, dass der Fleischmarkt der sogenannt entwickelten Länder gesättigt ist. Sie zielt deshalb auf die Entwicklungsländer, welche noch ein «herrliches» Potential offenbaren. Der Plan ist einfach: Die intensiven Zuchttechniken werden in Drittweltländer exportiert, wo sie als arbeitsfördernde Massnahmen angeboten werden.

...mit der Unterstützung der FAO

Diese Strategie wird von den Regierungen und offiziellen internationalen Organisationen gefördert. So findet man in einem offiziellen Dokument, welches gemeinsam von der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), vom Internationalen Institut für politische Nahrungsforschung (IFPRI) und vom Internationalen Institut für Zuchtforschung veröffentlicht wurde, dass die weltweite Nachfrage für Fleisch und Milch bis 2020 um 84% respektive 65% zunehmen wird. Und dass 84% dieser Zunahme in Drittweltländern stattfinden wird. Dieser Rapport empfiehlt, um dieser steigenden Nachfrage gerecht zu werden, die «erprobten» Zuchtmethoden der Industrieländer zu importieren und gleichzeitig umweltverträgliche Techniken zu entwickeln.

100 Milliarden Tiere im Jahre 2020?

Solche Empfehlungen erschrecken! Aus ökologischer Sicht ist das durch intensive Schlachttier-Züchtungen erfolgte Desaster nicht abzusehen. Es wurde keine geeignete technische Kontrollmöglichkeit für die Verschmutzung gefunden. Und nun unterstützt die wichtigste offizielle internationale Organisation, die FAO, welche beauftragt ist weltweit die Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik zu lenken, für eine mögliche Lösung die Idee der Generalisierung der Intensivzucht. Gemäss der amerikanischen Organisation FARM, welche die Schlussfolgerungen dieses Rapports zutiefst verurteilt, «ist es zu befürchten, dass mit der Steigerung des weltweiten Fleischverzehrs und der massiven Zunahme der Masthuhn-Produktion die Zahl der getöteten Schlachttiere bis zum Jahr 2020 100 Milliarden erreichen wird.» Also mehr als doppelt soviel wie heute.

Die Weltbank investiert in die Intensivzucht in China

Um die bestürzenden Empfehlungen dieses Rapports zu verwirklichen, hat die Weltbank entschieden, ein Investitionsprojekt über 200 Millionen für die Entwicklung der Rinderindustrie in China, basierend auf der Intensivzucht, zu unterstützen. Mehrere amerikanische Organisationen haben sich über dieses unsinnige Projekt empört, darunter das Komitee der Ärzte für eine verantwortbare Medizin (PCRM) und PETA. Gemäss FARM «wird dieses Projekt nicht nur verheerende sanitäre, ökologische und soziale Folgen für die Chinesen bringen, sondern es wird ebenso ein dramatischer Präzedenzfall für die Ausfuhr von Intensivzucht-Praktiken in Entwicklungsländer.»

Was tun?

Der aktuelle Zustand ist verheerend genug. Aber die Aussichten sind noch trüber. Wenn auch alle ökologischen, ethischen, wirtschaftlichen und sanitären Argumente für eine Produktion pflanzlicher Nahrung sprechen, beharren die Regierungen und internationalen Organisationen darauf, die Fleischindustrie zu fördern. Was ist also zu tun? Es ist zwingend, unsere Bewegung zu stärken und zu intensivieren. Der Vegetarismus kann seine Argumente nur geltend machen, wenn er von einem nicht unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung verstanden und unterstützt wird. Als Sofortmassnahme laden wir Sie ein, die von FARM, PETA und PCRM lancierte Protestaktion gegen das Weltbank-Projekt für die Unterstützung der intensiven Rinderzucht in China auch zu unterstützen. Bitte senden Sie Ihr Protestschreiben an folgende Adresse:

Mister James Wolfensohn 
President of the Worldbank
1818H St. N.W. 
WASHINGTON, DC 20433 (USA)

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Christina Maier


Quelle:
FARM Report, Herbst 1999 (Bethesda, Vereinigte Staaten)



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