Thema: Tierfreunde

Immer kommt das Argument "Tierfreund". Wenn du Tierfreund bist, dann töte, esse keine Tiere, keine Tierprodukte. Dann benutzte keinen Pelz. Usw. Es ist doch keine Frage, ob man Tierfreund/in ist oder nicht. Es ist ein RECHT der Tiere, nicht getötet, nicht gequält zu werden. Die Tiere haben ein RECHT auf ein unversehrtes Leben;  Tierfreund hin oder her. Ansonsten könnte man ja richtigerweise argumentieren: Ich bin kein Tierfreund, also darf ich Tiere töten, einsperren qüälen, essen usw.
Also hört um Himmels Willen auf mit dem Argument Tierfreund.

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Re: Tierfreunde

du bist sehr aufmerksam.....danke für den hinweis....

Fleischessen ist ein Ueberbleibsel der grössten Roheit; der Uebergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung. ...Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben nach moralischer Vollkommenheit echt und ernst gemeint ist. Leo Tolstoi

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Re: Tierfreunde

Das ist natürlich richtig. Ich würde mich selbst nicht mal unbedingt als Tierfreund bezeichnen. Klar, einige Tiere wachsen jedem Menschen ans Herz. Allerdings habe ich keinen Bezug zu irgendwelchen Piranhas im Amazonas und würde diese Tiere wohl auch nicht mögen wenn ich in deren Umgebung leben würde. Genau so hasse ich Stechmücken hier...

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Re: Tierfreunde

Das Argument ist aber auch problematisch. Die Natur kennt keine Rechtssprechung und bis heute hat sich auch noch kein Gott gemeldet der Gerechtigkeit walten lässt. Also gibt es nur das Recht der Menschen und das sieht Tiere als niedere Lebensform an die nur "Scheinschutz" verdient. Wenn wir "behaupten" Tiere haben Rechte, geben wir nur unsere eigene Meinung preis die in keinem Staat Gültigkeit besitzt und schon gar nicht unser gegenüber bekehrt.
Ein allgemeingültiges Argument ist von mir aus gesehen z. B. dass zur Gewinnung von ein Kilogramm tierischem Protein, das mindestens fünfache an Pflanzeneiweiss benötigt wird.
Sowie zahlreiche gesundheitliche, ökologische und ökonomische Gründe die uns alle betreffen.
Ich muss zugeben, dass diese Argumente zwar meistens genauso wenig fruchten wie die ethische Argumentation, was aber eher an gewissen indistruellen Interessen liegt.

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Re: Tierfreunde

Stimmt, die Natur kennt keine Rechte, keine Gerechtigkeit. Naturgemäss gibt es auch keine Menschenrechte. Aber man kann die Menschheit soweit bringen, dass in der menschlichen KULTUR die Tiere ein RECHT auf Leben haben, dass es einmal in der Zukunft Tierrechte gibt, so wie heute Menschenrechte allgemein anerkannt sind.

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Re: Tierfreunde

Marcel schrieb:

Wenn wir "behaupten" Tiere haben Rechte, geben wir nur unsere eigene Meinung preis die in keinem Staat Gültigkeit besitzt und schon gar nicht unser gegenüber bekehrt.

Es gibt auch kein natürliches Recht auf Leben für Menschen. Auch das ist bloss Interpretationssache. Nur ist es aber so, dass die Mehrheit von uns moralische Wertvorstellungen hat, die jedem Menschen einen inneren Wert gibt. Dasselbe könnte theoretisch auch für Tiere gelten, nur sind wir damit noch nicht so weit. Vor nicht allzu langer Zeit wurden gewisse Menschen auch noch als nichts mehr als Waren angesehen und für einige Franken verkauft. Seitdem hat ein kultureller Wandel stattgefunden, so dass es jetzt gemeinhin akzeptiert ist, dass alle Menschen ein natürliches Recht auf Freiheit und Unversertheit haben.
Als Tierrechtler muss es das Ziel sein dies auch für Tiere zu erreichen. Ökologie usw. mögen gute Argumente sein, allerdings führen diese nie zum Ziel. Nur die totale Abschaffung des Güterstatus der Tiere aus ethischen Gründen kann letztendlich die Befreiung bringen.

Re: Tierfreunde

So ich bin wieder hier...man hat mich war gesperrt(wieso auch immer, vielleicht weil ich fleischesseer bin)
ich bin auch ein tierfreund, ich mag tiere sehr, doch trotzdem esse ich fleisch(und zwar gerne und viel) Ich war auch schon mal auf einem Schlachthof, habe selber tiere getötet, zb hühner, die ich anschliessend gegessen habe und noch andere
Ich bin der Meinung, das Gott die Tiere gemacht hat, wie auch uns und alles( das kennt ihr sicher...)
Gott hat uns den Auftrag gegeben, uns die Welt Untertan zu machen, dass heisst, den Boden und die Tiere und alles andere zu nutzen und die Erde quasi zu verwalten. Das heisst, ich kann und darf die Tiere schlachten, darf sie essen. Das Gott uns diesen Auftrag gegeben hat, heisst nicht wir dürfen die Tiere quälen, weil die Erde Gottes Schöpfung ist und wir ihr deshalb Sorge tragen sollen.
Ausserdem dem bin ich der Meinung, das Tiere keinen lebenden Geist und schon gar keine Seele haben, was uns das Recht gibt, sie  zu töten und zu essen, weil sie wie Pflanzen "tote" Wesen sind.

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Re: Tierfreunde

redmex! du stüzt dich da voll und ganz auf ein buch! hast du dir denn schon selbst einmal versucht, dir gedanken zu diesem thema zu machen, und dir selbst eine meinung zu bilden? oder hast du dazu zu wenig selbstbewusstsein?

lg shohi

Fleischessen ist ein Ueberbleibsel der grössten Roheit; der Uebergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung. ...Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben nach moralischer Vollkommenheit echt und ernst gemeint ist. Leo Tolstoi

Re: Tierfreunde

Ja habe ich, habe mich viel mit Religion befasst, vorher, ich suchte die Wahrheit. Wenn du dieses "Buch" liesst, wirst du merken, grandios und unfehlbar es ist, alles stimmt, alles hat einen Zusammenhang, es kann nur das Wort Gottes sein. Lese es doch einmal, nicht um dich zu bekeheren oder sonst was, sondern weil es auch ein super Buch ist. Ausserdem bin ich sehr kritisch gegenüber der Bibel, zb sex for der ehe, kann man alles auch anders sehen, muss es halt erforschen.

gruss

Re: Tierfreunde

Egal welches Buch - niemals kann ein Buch oder dessen Inhalt von etwas anderem als von Menschen stammen. Absolut jede Idee und jede Vor-stellung entsprang dem Gehirn eines Menschen; selbst die Vor-stellung eines Gottes, welcher bestimmten Menschen seine Ideen übermittelt haben soll.

Pflanzen, Tiere und wir Menschen hingegen sind unzweifelhaft nicht ein Produkt unserer selbst. Wenn Du so willst, so kannst Du darin (in der Existenz der Dinge, aller Lebewesen, der Welt, Gut und Böse, Schön und Hässlich, etc.) Gott erkennen – aber mit Garantie nicht durch irgendwelche Konzepte und Vor-Stellungen von Büchern. Die können und wollen Dir bloss sagen, wie Du die Welt gemäss den Augen jener Menschen, welche die Bücher geschrieben haben, sehen solltest.
Ich bevorzuge den direkten Blick auf die Welt und versuche, solche Umwege mittels übernommenen Konzepten zu meiden. Direkter Blick auf die Welt heisst natürlich auch, sich beispielsweise in Menschen und andere Lebewesen hineinzuversetzen – statt sich von irgendwelchen Autoritäten sagen zu lassen, wie sie fühlen. Füttere mal einer Kuh einen Büschel Löwenzahn, schaut Euch gegenseitig an und blick ihr dabei möglichst unvoreingenommen in die Augen – und Du erfährst mehr über das Wesen eines Rindviehs, als Dir zig Bücher vermitteln können...

Um in jedem Moment Deines Lebens zu wissen, was Du zu tun hast und wie Du Dich entscheiden sollst, brauchst Du keine Anleitungen und Richtlinien aus von Menschen geschriebenen Büchern – das sagt Dir die jeweilige Situation schon ganz von selbst. Immer! – Denn selbst wenn sich eine Entscheidung im Nachhinein als falsch herausstellt, so war sie zum Zeitpunkt ihrer Festlegung die am optimalsten erscheinende Möglichkeit (ob mit oder ohne von aussen an Dich herangetragene Konzepte, wie z. B. irgendwelche Glaubensinhalte).
Ich meine schlicht und ergreifend, dass es jeweils weit zweckdienlicher und angemessener ist, jede Situation aus sich selbst heraus zu beurteilen, möglichst ohne die Zuhilfenahme starrer Regeln/Glaubenssätze, welche ich wie einen kontraproduktiven, behindernden Filter für das direkte Erleben einer jeden Situation empfinde und der daraus folgenden Impulse/Handlungsanreize.

Liebe Grüsse,
Holistik

Albert Einstein: "Es gibt zwei Dinge, die sind unendlich - das Universum und die menschliche Dummheit. Doch beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."

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Re: Tierfreunde

hu holistik, wirklich beeindruckend, wie dus auf den punkt bringst mit genau den richtigen worten...!

ich möchte dazu noch sagen, dass jeder das was er liest auf seine art und weise intepretiert.

beispielsweise den satz aus der bibel : "du sollst nicht töten"      heisst für redmex offensichtlich, dass er keine menschen töten soll

ich selbst intepretiere daraus, du sollst kein lebewesen töten, das einen freien willen hat.....

....lg shohi

Fleischessen ist ein Ueberbleibsel der grössten Roheit; der Uebergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung. ...Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben nach moralischer Vollkommenheit echt und ernst gemeint ist. Leo Tolstoi

Re: Tierfreunde

Liebe shohi

Zuerst mal Danke für die Blumen; Dein zustimmender, positiver Kommentar hat mich gefreut!

Wie lange schon steht im alten Testament das Gebot „Du sollst nicht töten!“? – Das sind wohl gut über 2'000 Jahre. Und wie viele Männer, Frauen und Kinder wurden in diesen Jahrtausenden umgebracht – und nicht wenige auf abscheulichste Art und Weise? Und all diese barbarischen Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden womöglich noch im Namen Gottes begangen!

„Du sollst nicht töten!“ wird natürlich genau so wie alles andere (und auch das was ich schreibe) von jedem Menschen unterschiedlich interpretiert. Grundlegend lässt sich dennoch sagen, dass Menschen im Allgemeinen nicht wollen, dass Menschen getötet werden. Leider lässt sich bereits durch kleine Umfragen schnell feststellen, dass ganz offensichtlich nicht an die Tiere gedacht wird.
Anstatt weitere Jahrtausende lang zu versuchen, den Menschen die „richtige“ Interpretation dieses Gebotes nahezubringen, wäre es meiner bescheidenen Meinung nach weit zweckdienlicher, die Menschen darauf hinzuweisen, dass sie sich über ihr eigenes Gespür, ihr eigenes Sensorium bewusster werden können und ihre Entscheidungen besser danach richten, als sich auf Ratschläge von Autoritäten zu verlassen; sich somit von anderen Menschen führen und verführen zu lassen.

Setz ein Kind zum Spielen in ein Kaninchengehege und gib ihm einen Apfel. Erst wenn das Kind anfängt mit dem Apfel zu spielen und das Kaninchen aufisst, begänne ich ernsthaft daran zu zweifeln, dass man sich nicht mehr primär auf seine ureigenen Gefühle verlassen sollte!
Erst indem sogenannt erwachsene Menschen einem Kind beibringen, wie „normal“ es eben sei, auch sein Kaninchen zu schlachten und zu essen, kann man sozusagen wie so einen Virus in sein sensibles Sensorium einschleusen, welches offenbar ziemlich erfolgreich Zuneigung, Gerechtigkeitsempfinden, Mitgefühl und Liebe zu unterdrücken vermag.

Egal, was Du tust oder nicht tust – letztlich muss jeder Mensch jede einzelne seiner Entscheidungen ganz alleine mit sich selbst ausmachen. Einzig mit sich selbst – nie mit anderen Menschen. Man liebäugelt nur mit den Meinungen anderer Menschen, wenn man nicht auf sein eigenes Herz vertrauen will oder nicht kann. Sich auf Gebote aus Büchern zu stützen, ist natürlich nichts anderes, als sich auf andere Menschen zu stützen (denn wie gesagt, ist ja auch die Bibel von Menschen geschrieben worden und kann somit auch nichts anderes enthalten, als niedergeschriebene Gedankengänge, Wahrnehmungen und Erlebnisse von Menschen). Selbst wenn man sich auf Autoritäten, „heilige Bücher“, Philosophien, Eltern, Gurus oder sonst jemanden verlässt, so ist man letztlich ganz persönlich auch mit den auf dieser Basis getroffenen Entscheidungen vollkommen auf sich alleine gestellt und absolut alleine verantwortlich (in erster Line sich selbst gegenüber).

Natürlich gibt es keine Garantie, dass Menschen sozialere, gerechtere, humanere und ethisch respektablere Entscheidungen treffen, wenn sie mehr mit ihrem eigenen, gesunden Menschenverstand arbeiten, statt sich auf Ratschläge anderer abzustützen. Ich gehe jedoch davon aus, dass die Mehrheit der Entscheidungen dadurch garantiert nicht noch schlechter und egoistischer ausfallen kann…
Angesichts unserer Machtlosigkeit gegenüber dem mittlerweile seit Jahrtausenden begangenen Unrecht an Schwachen und Wehrlosen trösten mich jeweils Einsteins Worte: „Ich glaube nicht an die Freiheit des Willens. Schopenhauers Wort: 'Der Mensch kann wohl tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will', begleitet mich in allen Lebenslagen und versöhnt mich mit den Handlungen der Menschen, auch wenn sie mir recht schmerzlich sind. Diese Erkenntnis von der Unfreiheit des Willens schützt mich davor, mich selbst und die Mitmenschen als handelnde und urteilende Individuen allzu ernst zu nehmen und den guten Humor zu verlieren.“

Liebe Grüsse,
Holistik

Albert Einstein: "Es gibt zwei Dinge, die sind unendlich - das Universum und die menschliche Dummheit. Doch beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."

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Re: Tierfreunde

du sprichst mir aus der seele- und kannst dich viel besser ausdrücken als ich....

ich hoffte holistik würde meine worte auch überfliegen,und nochmals überlegen....

Fleischessen ist ein Ueberbleibsel der grössten Roheit; der Uebergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung. ...Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben nach moralischer Vollkommenheit echt und ernst gemeint ist. Leo Tolstoi