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Welt-Vegetarier-Tag

Seit 1977 findet der von der "North American Vegetarian Society" initiierte Welt-Vegetariertag statt.

Besuchen Sie auch die Seite zum Welt-Vegetariertag 2006 und zu unserer Aktion 2007.


Pressecommuniqué der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus zum Weltvegetariertag vom 1. Oktober 2004

Die Verschwendung von Wasser durch Fleisch

Potential des Vegetarismus nutzen

Die vegetarische Ernährung hat in den letzten Jahren in den Industrieländern immer mehr Anhänger gefunden. Dies bestätigen auch die Schweizer Marktstudien der IHA-GfK, welche vor einigen Tagen veröffentlicht wurden. Danach haben knapp 20% der Schweizer Haushalte spezielle vegetarische Produkte gekauft. Dies sind 34% mehr als vor fünf Jahren. Ein grosser Vorteil des Vegetarismus gegenüber den tierischen Produkten, insbesondere von Fleisch, ist der ökologischere und humanere Umgang mit den Ressourcen. Welche zerstörerische Wirkung Fleisch in Sachen Ressourcen mit sich bringt, ist leider kaum bekannt.

Sauberes Trinkwasser gehört mit Sicherheit zu den wertvollsten natürlichen Schätzen der Erde. Ohne Wasser kein Leben. Doch bedauerlicherweise steuern wir auf eine Zeit zu, in der wir den unvergleichlichen Wert dieser wertvollen Ressource auf unangenehme Weise erfahren müssen. Der weltweite Vorrat an trinkbarem Wasser schwindet mit alarmierender Geschwindigkeit.

Im Jahre 2000 sagte die Weltwasserkommission (World Commission on Water), dass die zukünftige Zunahme des Wasserverbrauchs, die mit steigenden Bevölkerungszahlen einhergeht, «Umweltschäden verursachen wird, die nicht nur zu einem Verlust der Artenvielfalt führen, sondern auch einen Teufelskreis in Gang setzen werden, durch den das Ökosystem letztlich nicht mehr in der Lage sein wird, Pflanzen und Menschen zu versorgen».

Was dieser alarmierende Bericht bzw. die Verhältnisse mit Fleisch zu tun haben, mag auf den ersten Blick nicht offensichtlich sein. Doch die Viehwirtschaft verbraucht Wasser, wie keine andere Industrie auf der Welt. Zu diesem Schluss kommt auch eine Expertenkonferenz zum Thema Wasser: Der hohe Fleischkonsum der industrialisierten Welt stellt eine Bedrohung für die Wasserreserven der Welt dar. Nach Ansicht der Forscher müsse die Welt ihr Konsumverhalten ändern, sollen all ihre Bewohner satt werden. Diese Aussagen versteht man, wenn man den Wasserbedarf für einzelne Nahrungsmittel miteinander vergleicht.

So benötigt die Produktion von einem Kilo Rindfleisch über 15'000 Liter Wasser, einem Kilo Lammfleisch rund 10'000 Liter, während ein Kilo Getreide 400 bis 3000 Liter Wasser braucht. Diese Form von Landwirtschaft können wir uns in einigen Jahrzehnten nicht mehr leisten. Die Trinkwasserreserven können sich nicht mehr genügend schnell erholen, wenn weiterhin auf so verschwenderische Art Landwirtschaft betrieben wird.

Die Reduzierung unseres Fleischverzehrs ist praktizierter Umwelt- und Klimaschutz. Wir sollten unsere eingefleischten Gewohnheiten überdenken und einen weiteren Schritt zu einem nachhaltigen Lebensstil wagen. Zum Wohle der Tiere, der Umwelt und nicht zuletzt auch für uns Menschen.

Nahrungsmittel Wasserbedarf
 
m3/kg
(Durchschnitt)
Rindfleisch mind.
15
Lamm
10
Huhn
6
Getreide
0,4-3
Zitrusfrüchte
1
Palmöl
2

Einen ausführlichen Bericht zum Thema Wasserverbrauch der Fleischproduktion finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift der SVV: Vegi-Info.

Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV)
Bahnhofstr. 52
CH-9315 Neukirch-Egnach
Tel.: 071 477 33 77; Fax: 071 477 33 78
E-Mail: svv@vegetarismus.ch

Weitere Informationen zum Welt-Vegetarier-Tag finden Sie bei der Europäischen Vegetarier Union: WVD.